Die "zutatenbasierende Vorhersage" ist eine Entwicklung von Chuck Doswell1, die besagt, dass Gewitter nur dann entstehen können, wenn zwei Zutaten gegeben sind: Feuchtlabilität und Hebung. Erweitert auf Unwetter wird die dritte Zutat Windscherung benötigt.
Die gewöhnliche ("ordinary") Einzelzelle entsteht bei schwacher Geschwindigkeitsscherung, während starke Geschwindigkeitsscherung für Multizellen begünstigend ist. Strenggenommen ist diese Unterteilung in der Praxis nicht nachweisbar, da ausnahmslos jede Gewitterzelle eine Multizelle ist, also aus mehreren Aufwindbereichen besteht.
Die Königin der Gewitterzellen, die Superzelle profitiert meist von der Koexistenz von Richtungs- und Geschwindigkeitsscherung sowie von hochreichender Labilität und gewissem CINH (Energie, die aufgewendet werden muss, damit freier Auftrieb ermöglicht wird)
Kommt dazu noch eine starke bodennahe Windscherung und viel Feuchte in der Grenzschicht, so können sich Typ-I-Tornados in Zusammenhang mit Superzellen entwickeln. Bei starkem Auftrieb in der Grenzschicht, hoher relativer Feuchte und windschwacher Umgebung können gewöhnliche Einzelzellen an Konvergenzlinien Typ-II-Tornados hervorrufen.
1Doswell, C, A., III, H. E. Brooks and R. A: Maddox, 1996: Flash Flood Forecasting: An Ingredients-Based Methodology. Wea. Forecasting, 11, 560-581.
Add a commentZuletzt aktualisiert am Dienstag, 15. November 2011 22:34
Hier geht es um Gewitter-Zutaten:
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