Lifting Index (LI)
Der Hebungsindex ist ein Maß für die Stabilität in einer bestimmten Troposphärenhöhe, meist in 500hPa.
Er wird durch die Differenz zwischen Zustandskurve und Hebungskurve ausgehend vom LFC bestimmt. Negative Werte setzen eine Labilitätsfläche voraus, positive Werte hingegen deuten auf stabile Bedingungen in dieser Höhe hin. Dies heißt jedoch nicht, dass keine Labilität in der unteren und mittleren Troposphäre vorhanden sein kann. Gerade in den Wintermonaten können sich auch trotz positivem LI seichte Schauer und Gewitter entwickeln, deren Obergrenze eben unterhalb 500hPa liegt.
Je niedriger der LI, desto labiler die Luftschicht in 500hPa. Unterhalb etwa -6°C sind breite Labilitätsflächen möglich, entsprechend steigt das Risiko von Schwergewittern mit großem Hagel an. Der LI ist ein leicht veränderlicher Parameter je nach Wetterlage - bei zonaler Strömung stärker als bei meridionaler Komponente. Daher ist es ratsamer, sich die Veränderung der Temperatur großflächig in den 500hPa-Karten anzuschauen, und mit Hilfe der 850hPa Temperatur z.B. die Labilität abzuschätzen. Negative LI bedeuten zudem nicht, dass Labilität auch freigesetzt werden kann, wenn z.b. ein metastabiler Zustand vorliegt,d.h. eine Absinkinversion konvektive Entwicklungen unterdrückt, obwohl sich darüber Labilität aufgebaut hat.
© Felix Welzenbach