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Vom 22.-23. September 2007 fand das Vereinstreffen von Skywarn Austria auf dem Plateau des Höllengebirges am Feuerkogel (1609m) statt, wo auch übernachtet wurde. An beiden Tagen zeigte sich bestes Herbstwetter mit extremen Fernsichten bis zu 200km und Sonnenschein von morgens bis abends. Ich reiste morgens um 5.00 von Innsbruck über Salzburg und Attnach-Puchheim nach Ebensee an, wo mich zwischen Kufstein und Salzburg ein schöner Sonnenaufgang erwartete. Imposant vor allem die verschiedenen Arten von Bodennebel, je nachdem, wieviel Tau/Reif sich auf den Wiesen ablagerte. Im Bereich des Wallersees war es dagegen völlig dicht nebelig. In Ebensee fuhren wir gemeinsam mit der Seilbahn bis zur Bergstation (1585m), wo man nach ca. zehn Minuten zu Fuß das "Haus Edelweiß" erreicht.Nach dem Einchecken trennte sich die Gruppe - Gustav, Gerald (wettersat), chris/wels, manuel/wels, Robert und ich wanderten über das zerklüftete Höllengebirge zum Großen Höllkogel (1862m). Dabei geht es stetig aufwärts und abwärts über schroffes, felsiges und steiniges Gelände, das entsprechend ein gewisses Maß an Kondition verlangt. Einzelne Stellen des Weges waren zudem feucht, sodass festes Schuhwerk unabdingbar war. Abgesehen von zwei Stellen (eine mit Seil gesichert, die andere durch benachbarte Latschen gut handhabbar) ist der Weg leicht zu gehen. Vom Großen Höllkogel waren neben Atter- und Traunsee sowie Mondsee auch zahlreiche, bekannte Berggipfel sichtbar, z.B. Großglockner (3798m) und Sonnblick (3111m) in den Hohen Tauern, Ötscher (1893m) in den Nördlichen Kalkalpen, Hochschwab (2277m) in der Hochschwab-Gebirgsgruppe in der Obersteiermark. Daneben natürlich auch das dem Höllengebirge benachbarte Tote Gebirge und das Dachsteingebirge (2995m) im Salzkammergut. Nach Norden hin konnte man in die Berg- und Hügelketten von Mühl- und Waldviertel schauen, ganz nach Nordwesten hin war sogar der Bayr. Wald sichtbar.
Nach den etwa andert halben Stunden Rückweg am Haus Edelweiß angekommen, fanden einzelne Vorträge statt, u.a. von Dr. Gmoser (ZAMG) zur "Experimentellen Jahreszeitenprognose". Fazit dieser Modellrechnungen ist, dass Extremabweichungen nach oben oder unten nicht erkannt werden kann. Ein viel zu kalter oder zu warmes Frühjahr ist daher nicht im Rahmen der Möglichkeiten vorhersagbar.
Andi Pfoser von der Austrocontrol (alias foxfire) hielt einen Vortrag über den nächsten Sonnenfleckenzyklus und erläuterte die Auswirkungen auf unseren Planeten. Dieser Vortrag war sehr anschaulich durch zahlreiche, gut erklärende Abbildungen und Bilder. Im Anschluss redete Rudi Kaltenböck, ebenfalls Austrocontrol, über Gewitteranalysen mit Radar und Scherungsparameter und woran potentiell unwetterträchtige Gewitter erkennen kann.
Nach dem Abendessen fand noch eine Einführungsveranstaltung für neue Mitglieder, die sich auch aktiv für den Verein beteiligen wollen, statt. Danach ging es in einen gemütlichen Hüttenabend über (...). Gegen Mitternacht konnte man trotz Vollmond ein atemberaubendes Sternpanorama bestaunen, da es keine Hindernisse in Form von Bergen am Himmel gab. U.a. konnte man die Milchstraße an einem helleren Streifen am Himmel erkennen, ebenso einen offenen Sternhaufen, der wie Lametta aussah. Und als krönender Abschluss raste während der Nacht-Session eine Sternschnuppe über den Nachthimmel.
Der Sonntag vormittag begann mit einer leichten Wanderung bzw. mit längerem Schlafen. In den Morgenstunden hielt sich kompakter Hochnebel im oberösterreichischen Flachland, dahinter schauten die Hügelketten von Mühl- und Waldviertel hervor. Das Treffen endete mit dem Mittagessen gegen halb eins.
Bedanken möchte ich mich bei den Organisatoren des Treffens, der netten Bewirtung durch das Haus-Edelweiß, das auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte (wenn auch die Live-Musik an jenem Abend deplatziert war, wenn gleichzeitig Vorträge gehalten werden wollen). Danke auch an alle, die kommen konnten, danke für die netten Gespräche, die atemberaubend schöne Wanderung zum Höllkogel und den langen, kurzweiligen Abend.
Landschaftsbilder vom Feuerkogel [25]
Folgende Bilder sind vom Hochplateau des Höllengebirges aufgenommen und während der Wanderung am Samstag mittag sowie in den Abendstunden und am Sonntag vormittag entstanden.Bild 1 - auf dem Weg von der Feuerkogel-Bergstation in Richtung Großer Höllkogel durch steinige Latschenfelder hindurch.
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Bild 2 - die einzig schwierigere Stelle des Weges (Bildmitte) ist mit Seilen abgesichert und leicht bewältigbar. Turnschuhe sind allerdings eher ungünstig, da der Untergrund dort sehr rutschig ist.
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Bild 3 - Blick Richtung Tennengebirge/Hagengebirge im Salzburger Land (ca. 50km Fernsicht), links beginnt der Anstieg zum Großen Höllkogel.
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Bild 4 - Blick zum Dachsteingebirge (2995m) in 36km Entfernung.
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Bild 5 - Beim Aufstieg zum Höllkogel ein Blick auf den zurückgelegten Weg, der sich durch die karge Felslandschaft schlängelt, eine kleine Kletterstelle befindet sich am oberen Bildrand, ist jedoch unter Zuhilfenahme von den Latschenkieferzweigen leicht zu bewältigen [Anmerkung - für erfahrene Bergsteiger nicht eine Erwähnung Wert - für einen Flachlandtiroler schon...]
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Bild 6 - am Gipfel (1862m) - Blick in die Tiefebene Oberösterreichs. Oberhalb der Dunstschicht ragen im Hintergrund die flachen Bergzüge des Mühl- und westlichen Waldviertels heraus (80-120km Entfernung). Ganz im Westen waren sogar Bayrischer Wald (über 150km) zu sehen.
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Bild 7 - Nach Osten - zentral hinten das Tote Gebirge mit Großer Priel (2515m) als höchste Erhebung, links vorbei ganz hinten der Hochschwab mit dem gleichnamigen Berg (2277m) in 112km Entfernung.
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Bild 8 - Nach Süden Großglockner (3798m) und Sonnblick (3111m) in den Hohen Tauern (links) in 110km Entfernung.
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Bild 9 - Nach Westen der Mondsee in Ansätzen in der linken Bildmitte, rechts die westlichen Ausläufer des Höllengebirges, hinten sind Schafberg, 1782m (vorne) und Untersberg bei Salzburg (53km entfernt) zu sehen.
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Bild 10 - Blick zur Riederhütte (1752m), dahinter zahlreiche weitere Gipfel auf dem Hochplateau.
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Bild 11 - Schlechte Bildqualität leider, zeigt die zurückgelegte Strecke von den Bergstation. Luftlinie knapp 4km, jedoch durch die vielen Zwischenanstiege und Bergrücken um die 5km mit insgesamt ca. 500 hm. Dahinter ist der Traunstein (1691m) am Ostrand des Traunsees zu sehen, ein Berg mit schwierigen Aufstiegsrouten, an denen schon zahlreiche, leichtsinnige Wanderer ums Leben kamen.
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Bild 12 - Blick nach Osten zu Totes Gebirge, im Hintergrund rechts vorbei Wölzer bzw. Seckauer Tauern in 70 bis 90km Entfernung, bereits in der Obersteiermark gelegen.
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Bild 13 - Abendstimmung am Feuerkogel, mit irisienden Wolken (rechts), und Altocumulus floccus.
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Bild 14 - Altocumulus virgae (links), im Hintergrund Cirrus, darunter Dunstschicht über dem Traun/Donautal
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Bild 15 - Traunstein in der Abendsonne.
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Bild 16 - am Sonntag vormittag, rechts Traunstein, Traunsee. weiter hinten eine kompakte Hochnebeldecke (Stratocumulus) im Auflösestadium, hinten die Bergzüge des westlichen Waldviertels mit Sicht über 150km.
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Bild 17 - etwas weiter nach Norden gerichtet
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Bild 18 - ohne Kommentar
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Bild 19 - vom Pledigupf (1624m) zum Alberfeldkogel (1707m)
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Bild 20 - Hüttendorf am Feuerkogel, ganz hinten der Ötscher (1863m) in 112km Entfernung (Niederösterreich)
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Bild 21 - Traunstein (links), Hochkogel (1468m) rechts, darüber Cirrusfelder - im Vordergrund Herbstfarben - ein Bild für die Götter
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Bild 22-24 - Abfahrt mit einer der schnellsten Seilbahnen Österreichs nach Ebensee (443m) am 191m tiefen Traunsee, links der 1575m hohe Erlakogel
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Bild 25 - Blick zurück, im Vordergrund der Kalvarienberg (Kreuzweg), links der Wimmersberg (1243m), an dessen steiler Nordflanke ein Aufstieg zum Feuerkogel möglich ist, einzelne Stellen sind dort jedoch mit Seilen gesichert.
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Anmerkung: -- Die Beschriftung der Berge ist allgemein mit einem Fragezeichen zu versehen, da ich nicht aus der Region stamme und zum ersten Mal am Feuerkogel war. Ich habe Kartenmaterial von Austrian Maps verwendet. Sollten jemand falsche Bezeichnungen auffallen oder noch weitere Gipfel entdecken, bitte eine Mail senden (siehe Impressum), -vielen Dank!